3.Startbahn

Die BayernSPD "umgedreht"

Im November 2008 wurde ich Kreisvorsitzender der SPD Freising und mir wurde schnell klar, dass die Freisinger SPD in ihrer Abwehr gegen die 3. Startbahn aktiver werden musste. Der Bereich, in dem meine engagierten Freisinger und Erdinger Parteifreunde und ich dabei am meisten erreichen konnten, war nicht so sehr "die öffentliche Bühne". Man muss natürlich auf Demos gehen, aber am wirkungsvollsten konnten wir nur innerhalb der SPD sein. Es musste uns gelingen, die SPD in München, Oberbayern und Bayern von ihrem Pro 3. Startbahn abzubringen, dann würde die Stadt München als unterstützender Gesellschafter ausfallen. Daran habe ich mit anderen intensiv gearbeitet.

Wir haben die BayernSPD in ihrer ganzen Breite zur Auseinandersetzung mit dem Thema gezwungen. Unserem Landesparteitagsantrag gegen die Startbahn im Juli 2009 haben die bayerischen SPD-Delegierten schließlich mehrheitlich zugestimmt. Und dann begann die Kleinarbeit. Mit viel Ausdauer haben wir Gespräche geführt, mit MdLs und MdBs, mit Landes-, Fraktions- und Kreisvorsitzenden, mit der Generalsekretärin und Münchner Stadträten und vielen mehr. Wir haben nicht öffentlich auf die Pauke gehauen, sondern sachliche Gespräche geführt, schließlich auch mit dem damaligen OB Christian Ude. Vor dem Münchner Bürgerentscheid im Juni 2012 haben wir tief in die Münchner SPD hineingewirkt, damit die Genossinnen und Genossen unser Begehr unterstützen. Am Ende hat sich der Einsatz gelohnt ... die Stadt München lehnt nun die 3. Startbahn ab, ebenso die BayernSPD.

 

SPD-Parteitag lehnt 3. Startbahn ab

Auf dem Landesparteitag der SPD am 19. Juli 2009 in Weiden kam es zu einer richtigen Überraschung. Gut eine halbe Stunde wurde leidenschaftlich diskutiert, dann wurde ausgezählt - und es ist uns tatsächlich gelungen, den Kreisverbänden Freising und Erding, einen Antrag gegen die 3. Startbahn durchzubringen. Damit hat sich die bayerische SPD unverrückbar gegen die 3. Startbahn positioniert. Lesen Sie den Antrag im Wortlaut hier.

 

Argumente, Argumente, Argumente - Flagge zeigen innerhalb der SPD

Zentraler Aspekt unserer Arbeit gegen die 3. Startbahn war, dass wir unsere Partei allen möglichen Gelegenheiten mit unseren Argumenten und unserer Präsenz konfrontieren wollten. Wir bedachten SPD-Parteitage mit unseren Transparenten und stellten unsere Positionen vor. Wenn Menschen Informationen aus erster Hand bekommen, fangen sie an, nachzudenken ...
Wir besuchten andere Kreisverbände und diskutierten mit den Mitgliedern dort, und im November 2010 fasste der SPD-Kreisverband Dachau auf einem Kreisparteitag schließlich den offiziellen Beschluss, die 3. Startbahn abzulehnen ... wieder war eine kleine Etappe gemeistert.
Wir stellten den Führungsgremien der Partei unsere eindrücklichen Argumente sowie Fakten&Daten zur 3. Startbahn vor und zwangen sie damit zu Auseinandersetzung und Reaktion. Wir spürten, dass viele, auch einflussreiche, Genossinnen und Genossen nachdenklich geworden waren und begannen, zu uns zu halten. Wir waren mit Freisinger Delegationen bei den Politischen Aschermittwochsveranstaltungen der SPD in Vilshofen 2010, 2011 und 2012. Oft bekamen wir zu hören: "Recht habt's, den Schmarrn braucht's wirklich ned. Und an Haffa Geld kost's aa no." ... Das motivierte zum Weitermachen ...

 

Die SPD-Spitze einbinden

Seit 2008 wussten wir, dass wir unter den oberbayerischen SPD-Landtagsabgeordneten einige Unterstützer hatten, die sich auch öffentlich dazu bekannten: Maria Noichl (Rosenheim), Kathrin Sonnenholzner (FFB), Martin Güll (Dachau) und Isabell Zacharias, unsere ungemein fleißige Betreuungsabgeordnete aus München. Mit deren Hilfe bekamen wir Kontakt zum Fraktionsvorsitzenden Markus Rinderspacher, den ich 2010 zweimal traf. Es gelang, ihn im August 2010 für ein offizielles Treffen mit den Sprechern von AufgeMUCkt zu gewinnen. Im April 2010 half uns MdB Ewald Schurer, ein unermüdlicher Unterstützer unserer Sache aus dem Wahlkreis Erding/Ebersberg, den SPD-Landesvorsitzenden Florian Pronold ins Naturfreundehaus Hangenham mit Blick auf das vorgesehene Areal für die 3. Startbahn einzuladen. Fast zwei Stunden dauerte der Meinungsaustausch mit Sprechern von AufgeMUCkt, OB Dieter Thalhammer und Vertretern der Naturfreunde, der Stadtratsfraktion und des Kreisvorstands. Bei diesem Gespräch wurde deutlich, dass die Argumente gegen die 3. Startbahn und für eine Verkehrspolitik, die Klima schützt und Heimat bewahrt, Eindruck machen.

 
 

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