"AGENDA BEZAHLBARES WOHNEN"
Der Wohnungsmarkt allein wird es nicht richten.
Damit Wohnungen entstehen, die sich Normalverdiener, Familien, Geringverdiener, Alleinerziehende, Studierende, Auszubildende und Senioren leisten können, brauchen wir in Freising eine "Agenda Bezahlbares Wohnen", die OB, Stadtrat und Verwaltung gezielt leitet (siehe Wahlprogramm S. 2):
- Einkommensorientierte Förderung
- Projekte für das Kommunale Wohnbauförderungsprogramm
- Zusammenarbeit mit Wohnungsbaugenossenschaften
- Überbauung von Parkplätzen in Zusammenarbeit mit Eigentümern von Großparkplätzen (z.B. Supermärkte)
- Errichtung von Betriebswohnungen durch die großen Arbeitgeber (Stadt, Landkreis, Flughafen, Hochschulen, Brauereien, Texas ...)
- Mehrgenerationenwohnen
- Studierendenwohnheime (errichtet durch das Studentenwerk)
- Leerstandsmanagement
KINDER, JUGEND und FAMILIE
Freising hat ausreichend Kindertagesstätten, aber nicht ausreichend Fachpersonal, sodass Anfang 2026 ca. 100 Kinder auf der Warteliste für einen Platz in der Krippe, im Kindergarten oder im Hort stehen.
Ich möchte mich daher intensiv für die Gewinnung von noch mehr Erzieher:innen einsetzen, z. B. durch enge Zusammenarbeit der Stadt mit der Beruflichen Orientierung an den Freisinger Schulen.
Das neue Spielgelände am Karwendelpark, Schwimmbad und Eishalle, Sebaldhaus und Tollhaus eröffnen Kindern und Jugendlichen Räume, um sich zu bewegen, sich auszuprobieren und Freunde zu gewinnen.
Wenn es die Finanzlage erlaubt, könnte ein Pumptrack an der Skateranlage entstehen und ein Mountainbike-Trail im Umfeld der Stadt.
Neue Schulen sind entstanden, viele Schulen wurden saniert und erweitert, z. B. in Vötting.
Sanierungen und Erweiterungen werden fortgeführt (z. B. Korbinianschule), in Lerchenfeld braucht es eine weitere Grundschule.
Familien brauchen weiterhin bezahlbare Angebote in der Betreuung ihrer Kinder, in der schulischen Bildung und bei Freizeitaktivitäten.
Dazu gehören auch Kita-Gebühren, die sich in unbürokratischer Weise am Einkommen orientieren.
KLIMAFREUNDLICHKEIT und UMWELT
Der Schutz des Klimas ist eine Menschheitsaufgabe, zu der wir in Freising beitragen müssen, was uns möglich ist.
Um Klimafreundlichkeit zu erreichen, müssen wir das Verbrennen von Kohle, Erdöl, Erdgas, Benzin, Diesel und Kerosin beenden - der wichtigste Energieträger der Zukunft ist Strom, gewonnen v. a. aus Sonnen- und Windenergie. Ökostrom ist dann die Grundlage für Verkehr und Wärmeversorgung.
- Erneuerbare Energien ausbauen durch PV-Freiflächenanlagen
- PV-Anlagen auf Dachflächen und über Parkplätzen
- Umstellung auf klimaneutrales Heizen durch Wärmepumpen, Fern- und Nahwärme
- Nutzung von Geothermie und industrieller Abwärme
- Faire und verlässliche Preise für Fernwärme
- Hochwasserschutz

- Stärkung von Bus, Rad und Bahn
- Elektrifizierung des Autoverkehrs: Ladeinfrastruktur an (städtischen) Mietwohnungsanlagen und öffentlichen Parkplätzen
- Wiedervernässung von Flächen im Vöttinger Moos in enger Abstimmung mit den örtlichen Landwirten
- Blühflächen und Baumpflanzungen im öffentlichen Raum
FINANZEN und WIRTSCHAFT
Die Finanzlage der Stadt ist angespannt.
Die meisten der großen Ausgabenposten (v. a. Personalausgaben, Kreisumlage) kann die Stadt nicht aus eigener Kraft senken.
Die meisten der großen Einnahmeposten (v. a. Einkommensteueranteil, Umsatzsteueranteil) kann die Stadt nicht beeinflussen – die zentrale Stellschraube für solide städtische Finanzen ist die Gewerbesteuer.
Das bedeutet:
Eine leistungsfähige Freisinger Wirtschaft ist eine entscheidende Grundlage für einen soliden Finanzhaushalt und für unsere städtischen Leistungen (z. B. Wohnen, Kitas, Schulausstattung, Sozia-les, Klimaschutz, Sport, Kultur etc.).
Meine Ziele sind daher:
- Angestammte heimische Betriebe und ihre Arbeitsplätze in Freising halten
- Neue Gewerbeflächen ausweisen
- Neue Betriebe mit langfristiger Perspektive gewinnen wie z. B. die Konzertarena
- Verlässliche und ergiebige Einnahmen aus der Gewerbesteuer durch eine aktive Wirtschaftsförderung
- Ausgabendisziplin durch Konzentration auf das Notwendige in allen Bereichen
- Erhalt der Investitionen in bezahlbares Wohnen, attraktive Kitas und bedarfsgerechte Kinderbetreuung, angemessene Schulausstattung, soziale Angebote,
- wirksamen Klimaschutz, aktives und breites sportliches und kulturelles Leben
SOZIALER ZUSAMMENHALT, SPORT und KULTUR
Sportvereine leisten unschätzbar wertvolle ehrenamtliche Arbeit für unsere Stadtgesellschaft. Sie verdienen daher nachhaltige Unterstützung in all ihren Belangen, insbesondere in der Jugendarbeit.
Ich trete ein für:
- Sportentwicklungsplan als Leitlinie für die Schaffung eines weiteren Großspielfelds für den Wettkampfsport, für wohnortnahe Kleinspielfelder und Spielflächen für Freizeit und Breitensport
- Fortführung der bewährten städtischen Fördermittel für den Jugendsport und für Investitionszuschüsse für die Vereine
- Verlässliche Einbindung der Sportvereine und des Stadtverbands für Sport in allen Belangen des Sports
- Schaffung eines Mountainbike-Trails im Umfeld der Stadt und eines Pumptracks am Skaterpark als hochwillkommene Projekte für Sport und Freizeit im Freien (abhängig von der Finanzlage)
Das kulturelle Leben in Freising reicht bis weit in den nicht-kommerziellen Bereich, es bereichert das Stadtleben ungemein.
Ich trete ein für:
- Intensiver Einsatz für beliebte Orte der Begegnung im Kultur- und Vereinsleben in der Innenstadt und in Lerchenfeld
- Förderung der Jugendkultur und des Uferlos-Festivals
- Unterstützung der vielen Kulturinitiativen durch den Kulturfonds
- Unterstützung des kulturellen Highlights Konzertarena am Flughafen
Sozialpolitik für Freising muss ausdauernd und verlässlich sein, z. B. durch:
- Unterstützung für Sozialverbände durch günstige städtische Raummieten und Zuschüsse
- Engagierte städtische Sozialpolitik (z. B. im Einsatz gegen Wohnungsverlust)
- Zusammenarbeit mit den verschiedenen Agenda21-Gruppen (siehe hier)
- Flach gepflasterte barrierefreie Gehstreifen in allen Innenstadtbereichen mit Kopfsteinpflaster
- Barrierefreies und altersgerechtes Bauen



