Eine landschaftliche Zierde sind sie eher nicht, aber dem Antrag der Gemeinde Hallbergmoos auf Errichtung einer PV-Freiflächenanlage im Westen der Gemeinde zwischen Autobahn und B301 habe ich trotzdem zugestimmt.
Der Umbau unserer Energiegewinnung muss große Fortschritte machen, weil die Nutzung von Kohle, Erdöl und Erdgas uns schon heute große Probleme bereitet (lange Trockenperioden, schlechtere Ernten, Starkregen, Hitzebelastung für die Gesundheit usw.) - in Deutschland und mehr noch weltweit - und künftig noch viel größere Probleme bereiten wird. Strom aus Sonne, Wind, Biomasse ... verteilt durch ein leistungsfähiges Stromnetz, kombiniert mit wirksamen Speicheranlagen, ergänzt durch Gaskraftwerke für Flauten und Netzstabilität ... das ist der Weg in die Energiezukunft in einem Ingenieurs- und Hochtechnologieland wie Deutschland.
Eine Anmerkung zur Lebensmittelerzeugung:
Natürlich stehen PV-Freiflächenanlagen in Konkurrenz mit Ackerflächen. Aber wir bewirtschaften aktuell im Lkr. Freising 2.300 Hektar mit Energiepflanzen (v. a. Mais) für Biogasanlagen, ohne dass es deswegen in der Vergangenheit Beschwerden gab wegen der damit verlorenen Lebensmittelerzeugung.
Für PV-Freiflächen plant der Landkreis mit max. 700 bis 800 Hektar. Das ist nur ca. ein Drittel der aktuellen Energiepflanzenfläche. Und PV-Freiflächen erzeugen ein Mehrfaches oder sogar ein Vielfaches an Energie im Vergleich zu Mais, Silphie oder Chinaschilf.
Und man wird PV-Freiflächen künftig immer mehr für Artenvielfalt oder auch für Agri-PV (=landwirtschaftliche Nutzung unter der PV durch Beweidung und Bepflanzung, z. B. mit Beerensträuchern) nutzen.
Deswegen halte ich die Entscheidung für PV-Freiflächenanlagen für absolut verantwortbar und richtig!
Veröffentlicht am 11.11.2023
Am 2.11.2023 hat die SPD-Kreistagsfraktion beantragt, an den kommunalen Wertstoffhöfen zusätzlich zu den Sammelcontainern für Altholz aus dem Innenbereich auch Container für Altholz aus dem Außenbereich aufzustellen.
Außenbereichsholz (Gartenzäune, Gartenmöbel etc.) ist meist mit Schadstoffen belastet und muss derzeit von den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises zur Entsorgung bei der Firma Wurzer in Eitting gebracht werden.
Das Holz wird dort gesammelt und dann von dort der fachgerechten Verbrennung zugeführt, wobei die Schadstoffe eliminiert werden.
Es wäre für die Bürger weitaus praktischer, wenn sie nicht extra nach Eitting fahren müssten, sondern ihr Altholz aus dem Außenbereich im örtlichen Wertstoffhof entsorgen könnten, wie es beim Innenbereichsholz schon geschieht.
Den Antrag im Wortlaut finden Sie hier.
Veröffentlicht am 02.11.2023
Die SPD-Kreistagsfraktion hat am 2.11.2023 beim Landrat einen Antrag eingebracht zur Prüfung der Einführung einer Gelben Tonne statt der Gelben Säcke.
Eine Gelbe Tonne statt der Gelben Säcke bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich:
- Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich nicht um einen Vorrat kümmern, die Ausgabestellen an den Wertstoffhöfen und in den Kommunen werden entlastet.
- Die Tonnen reißen nicht, sie werden nicht von starkem Wind verweht und werden nicht von Tieren auf Futtersuche aufgerissen.
- Eine Recherche beim Entsorger hat ergeben, dass die Handhabung einer Tonne für das Personal am Entsorgungsfahrzeug einfacher ist, gesundheitsförderlicher ist, weil das Bücken nach den Säcken entfällt, und mit weniger Verletzungsrisiko behaftet ist, da es beim Ergreifen der Säcke zu Schnittverletzungen wegen scharfkantiger Gegenstände in den Gelben Säcken kommen kann.
Veröffentlicht am 02.11.2023
Klimawandel bremsen heißt: Weg von Kohle, Gas und Öl und hin zu Erneuerbaren Energien!
Das bedeutet auch Photovoltaik-Freiflächenanlagen in unserem Landkreis ... ein sehr interessantes Fachgespräch dazu führten MdB Andreas Mehltretter, Kreisrat Herbert Bengler (er machte das Foto), Listenkandidat Victor Weizenegger und ich mit den vier Rathauschefs der VG Mauern: Raimunda Menzel (Gammelsdorf), Michi Hobmaier (Hörgertshausen; wie immer ein sehr unterhaltsamer Gesprächspartner ????), Georg Krojer (Mauern; 2.v.l.) und Markus Stöber (Wang).
Die Vier schilderten ihre Bereitschaft, in ihren Kommunen PV-Freiflächenanlagen entstehen zu lassen, wiesen aber auch eindringlich darauf hin, dass eine übermäßige Verdichtung zu örtlich übergroßer Belastung und einer übermäßigen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes führt.
Drei wichtige Anmerkungen zur Rivalität von Energieerzeugung und Nahrungsmittelproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen:
PV-Freiflächenanlagen bringen einen viel viel höheren Energieertrag pro Hektar als Energiemais ... die benötigten PV-Flächen (voraussichtlich 700 bis 800 ha im Landkreis) sind deutlich kleiner als die Fläche, die wir bereits heute für Biogasmais belegen ... PV-Flächen leisten, wenn man sie richtig gestaltet, einen wichtigen Beitrag für mehr Artenreichtum und können auch für Nutzpflanzen (z. B. Beerensträucher) und als Weidefläche genutzt werden.
Und: Heimisch erzeugte Energie schafft Wertschöpfung in der Region und Unabhängigkeit von Energieimporten!
Veröffentlicht am 07.08.2023
Berufliche Bildung braucht Investitionen ... auch wenn es teuer wird?
Ja, auch wenn es teuer wird.
Vor 9 Jahren hat der Kreistag beschlossen, die Berufsschule und die angeschlossene Fachakademie für Sozialpädagogik neu zu bauen, da eine (General)Sanierung nicht zielführend wäre. Die damalige erste Kostenschätzung lag bei ca. 50 Mio. Euro.
Inzwischen liegt eine aktuelle Schätzung bei ca. 150 Mio. - das ist enorm viel Geld, aber nach den massiven Kostensteigerungen, die wir in den letzten Jahren bei Schulsanierungen erlebt haben, muss man davon ausgehen, dass eine Generalsanierung unterm Strich nicht wirklich günstiger kommt und vor allem doch kein zukunftsfähiges Gebäude entsteht.
Drum habe ich mit meinen Fraktionskollegen für den Neubau, aber nicht für eine zusätzliche Untersuchung einer möglichen Sanierung gestimmt.
Alle jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung entscheiden, haben größten Respekt verdient, denn wir brauchen all die Fachkräfte in Kitas, Bäckereien, Heizungsfirmen, Feuerwehren, Logistikunternehmen, IT, Pflege, Kanzleien usw.
Sie sollen ihre Berufe in einer Schule erlernen können, deren Gebäude diesen Respekt widerspiegelt.
Veröffentlicht am 11.12.2022
Für immer mehr Menschen (Familien mit geringem oder auch mittlerem Einkommen, Alleinerziehende, Studierende, Senioren, Arbeitsuchende, qualifiziertes Fachpersonal ...) ist die Suche nach bezahlbarem Wohnraum mittlerweile eine enorme Belastung.
Immer öfter lösen die hohen Mieten existenzielle Krisen aus - bezahlbarer Wohnraum für alle Menschen ist DIE SOZIALE FRAGE unserer Zeit!
Deswegen haben wir als SPD Freising einen Masterplan erarbeitet und in den Stadtrat eingebracht, der u. a. folgende dringende Punkte enthält:
- Neubau von 600 geförderten Wohnungen in städtischer Hand bis zum Jahr 2035
- Grundstücksvergabe in Erbbaurecht für Wohnungsbaugenossenschaften
- Errichtung von Betriebswohnungen für Beschäftigte großer regionaler Arbeitgeber
- Neues Studentenwohnheim
- Qualifizierter Mietspiegel
- Aktives Leerstandsmanagement und Zweckentfremdungssatzung
Den ausführlichen Masterplan findest du hier.

Veröffentlicht am 18.02.2021
Aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion hätte man die Sanierung der Isar- und der Dorfenbrücke zwischen Oberhummel und Gaden schieben können, vielleicht sogar müssen.
Ein Geh- und Radweg ist bei beiden Brücken notwendig, aber wir haben für eine Verschiebung der Sanierung gestimmt, weil
... beide Brücken noch in einem betriebsfähigen Zustand sind,
... die geplante Tonnageerhöhung von 30 auf 60 Tonnen höchstwahrscheinlich zusätzlichen Schwerverkehr auf diese Nebenstrecke anziehen wird,
... und Sanierungskosten von voraussichtlich über 10 Mio. Euro in Coronazeiten für unseren stark belasteten Kreishaushalt im Moment zu hoch sind.
Leider ist eine Mehrheit im Kreistag dem Verschiebungsantrag der SPD nicht gefolgt.
Veröffentlicht am 26.10.2020